Wolfram Fleischhauer

Schweigend steht der Wald

schule der lügen

Als es die Forststudentin Anja Grimm ausgerechnet in jene entlegene Gegend verschlägt, wo sie als Kind mit ihren Eltern Urlaub gemacht hat, holt sie der Alptraum ihrer Kindheit ein:

einen Tag nach ihrer Ankunft wird im gleichen Waldstück, wo vor 20 Jahren ihr Vater spurlos verschwand, der geistig zurückgebliebene Xaver Leybach erhängt aufgefunden. Und dies soll nicht der einzige Todesfall bleiben, der offenbar durch Anjas unerwartetes Auftauchen ausgelöst wurde.

Schon bald erregt Anja mit ihrem Verdacht, dass Xaver etwas über das Verschwinden ihres Vaters gewusst haben könnte, nicht nur bei den Bauern und Dorfbewohnern Feindseligkeit und sogar Hass. Selbst die Polizei reagiert äußerst reserviert auf ihre hartnäckiger werdenden Nachfragen bezüglich der ergebnislosen Ermittlungen zum Verschwinden ihres Vaters.

Allmählich begreifen die Bewohner des kleinen Ortes tief im Bayerischen Wald, dass Anja durchaus nicht zufällig hier ist. Und als sichtbar wird, dass diese junge Frau ihren Wald "lesen" kann wie keiner von ihnen, steht eine furchtbare Entscheidung an ...