Wolfram Fleischhauer

Das Buch in dem die Welt verschwand

Das Buch in dem die Welt verschwand

Deutschland um 1780. Wenige Jahre vor der französischen Revolution ist das Deutsche Reich in unzählige Fürstentümer zersplittert. Ebenso bunt und verwirrend wie die politische Landschaft sind auch neue Ideen in Philosophie und Wissenschaft, die ein geistesgeschichtliches Erdbeben ankündigen, was sich den Zeitgenossen in Form von vagen, unheilvollen Vorahnung ankündigt.

Mit einem der rätselhaftesten Symptome der Zeit ist Nicolai Röschlaub, ein junger Arzt aus Fulda, konfrontiert: der Heimwehkrankheit. Diese damals unter Soldaten verbreitete und fast immer tödliche, krebsartige Erkrankung, rafft plötzlich einige hochstehende Menschen dahin und treibt andere in den Selbstmord. Zur gleichen Zeit finden rätselhafte Feueranschläge auf Postkutschen statt. Ihr Ziel sind offenbar Bücher, Raubdrucke, die zur Hanauer Raubdruckmesse unterwegs sind.

Einer Epidemie gleich, scheint sich ein krank machender, unheilvoller Gedanke im Deutschen Reich auszubreiten. An der Zeitenwende vom magisch-religiösen zum naturwissenschaftlichen, aufgeklärten Denken ficht ein junger Arzt den schwierigen Kampf der Vernunft gegen den Glauben und macht dabei eine Erfahrung, die seine Vorstellungskraft sprengt.

Pressezitate

...sowohl ein spannender Thriller, als auch ein plastisch geschildertes und lehrreiches Panoptikum des Gedankenguts einer Epoche im Übergang. 3sat- online

Fleischhauer setzt ein hochaktuelles Stück Geistesgeschichte ein, um unserer Gegenwart im Widerstreit der Kulturen und Ideen den Spiegel vorzuhalten: Ein atemberaubender Roman über die Macht der Gedanken, in dessen Mittelpunkt Kants hochbrisante Kritik der reinen Vernunft und deren umstürzlerische Kraft steht. www.szeneonline.de

Intelligente Unterhaltung für Kenner der Philosophie, Kunst und Literatur. Münchner Merkur

Ausgewählte Rezensionen

Rheinische Post 19.11.2004

Szeneonline August 2003

WDR Radio 5 vom 6.10.2003

Augsburger Allgemeine 22.11.2003

Bielefelder Zeitung 15.01.2004

macondo edition 11

Rezension Thomas Harbach